Screening

©J’ai faim, j’ai froid
Samstag, 13.06.2026
20.00 Uhr
J’ai faim, j’ai froid
(Fra 1984 | 13 min)
Zwei Teenagerinnen verlassen ihre belgische Kleinstadt. In Paris gehen sie auf die Suche nach Nahrung, Wärme und einem Gefühl der Zugehörigkeit. Sie streifen durch die Stadt und erfahren in flüchtigen Bewegungen humor- und sehnsuchtsvolle, aber auch äußerst bittere und ernüchternde Momente. Gezeigt wird eine Art dokumentarische Reflexion über die Jugend, das Überleben und die harte Realität eines unabhängigen Lebens, über die verletzlichen Seiten der Mädchen. Chantal Akerman setzt sich hintergründig, mit leisem Unterton und kritisch mit gesellschaftlichen Strukturen auseinander, die junge Frauen unsichtbar machen, sie sozial entwurzeln. Aber – und das ist die Stärke dieses Filmwerks – die Filmemacherin fragt radikal nach weiblicher Subjektivität und attestiert den jungen Frauen ostentativ eine große Widerstandsfähigkeit und Solidarität.
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https://chantalakerman.foundation